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Dienstag, 24. Januar 2006Raubkopien? Download? Heute mal politisch!Kommentare
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Du sprichst mir aus dem Herzen! Aber unter welchen Parteimachenschaften deine Partnerin in den Spiegel gekommen ist, möchte ich lieber nicht wissen, böte diese Geschichte sicherlch genug Stoff für einen Polit-Thriller... :-)
Liebe Musikindustrie: 1) Wer eine Preispolitik wie vor 30 Jahren betreibt (als Musik ein "echtes" Gut war, (Nur Vinyl, wenige Künstler, Alben, wenige Radio-Sender, keine 24h Verfügbarkeit, Sammler-Apeal), aber dafür nur noch Wegwerf-Musik von einer Handvoll Industrie-Stars anbietet, brauch sich nicht zu wundern, dass das keier mehr kauft. 2) Jede Industrie durchläuft mit Ihren Produkten einen Lebenszyklus. Singles als Sammler- und Individualitätsmerkmal sind bei den 11-15-Jährigen aber nunmal ausnahmslos durch andere Produkte (Klingelton, Handy-SW; ...) ersetzt worden. Der "Use Case" für eine Top-10 Single fehlt einfach. Somit fehlen auch die Umsätze. Das hat mit Raubkopieren nichts mehr zu tun. 3) Connaisseur_J, du hast ja www.beatport.com und www.bleep.com vergessen!?
Ich wäre ja auch für eine Flatrate a la Rundfunkgebühren. Ich denke allerdings, dass sich dann folgendes Problem darstellen würde: Bei einer Allgemeinen Gebühr müsste man die Gelder auf alle Künstler/Plattenfirmen umverteilen. Wie würde so eine Umverteilung aussehen? Da gäbe es dann, denke ich, sehr viel Streit darum, wem denn nun welche Gelder zustünden. Eine Abstimmung übers Internet oder TV zur Beurteilung die Güte der Musik und den entsprechenden Anteilen an den Geldeinnahmen stelle ich mir sehr schwierig vor...
Ja Knorky, da hast du wohl Recht. Es haben sich aber seit 2004 schon einige Leute mit dem Thema auseinandergesetzt und ich bin jetzt zwar nicht allzu tief drin, was ich wohl aber empfehlen würde ist folgendes:
_"Berlin Declaration on Collectively Managed Online Rights: Compensation without Control"_ zu finden hier: www.wizards-of-os.org/index.php?id=1699 Gruß, J. |
Hört, hört!