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Samstag, 7. November 2009Sub Focus - Sub Focus
So gehört zum Zelebrieren dieser Voreingenommenheit z.B. seit Anfang 2008, an dem vom Album bei Fabio's Radioshow die Rede war, bis heute immer wieder zu googeln, ob's endlich so weit ist mit dem Release. Oder Essential Mix herbeizusehnen und sich davon umhauen zu lassen. Oder Release-Date genau zu verfolgen und noch in der selben Nacht die Dinger als MP3 zu kaufen, weil ich den Versand der CD nicht erwarten kann. Und dann seit 3 Wochen jedes Tune immer und immer wieder auf Dauerrotation laufen zu lassen.Und einfach begeistert zu sein. Im Knowledge Interview sagte er, dass er letztes Jahr nach dem Durchbruch mit Timewarp kein Album rausbringen wollte, dass nur aus RAM-Dancefloor-Material bestand und lieber etwas unterschiedlichere Tracks für ein Album machen wollte. Das kann man entweder als generische "Musst du im Interview immer sagen als Dancefloor Act mit Album"-Aussage abtun oder sich anhören, wie erfolgreich er dieses Versprechen in die Tat umsetzt: Als RAM Records Kind und Vater des Techno-n-Bass Hits Timewarp hätte es auch technoides Peaktime-Geprügel sein können, aber statt dessen grast er ein weites Feld zwischen allerhand dunklen, schnellen, trancigem, breitwandigem, under- und overgroundigem ab und macht dabei eine gute Figur. Der polierte, technoide Sub Focus Sound bleibt immer erkennbar, trotzdem kann er glaubhaft zwischen Poptune, Pendulum-Stadium-Rock, Dubstep, Techstep und Oldschool hin und herwechseln. Klar, das Ding ist nichts für sanfte Zwischentöne, es geht immer Vollgas, aber mit Stil und ausgefeilten Details an alles Ecken und Enden. Rückblickend vielleicht das "Hold your Colour" des Jahres 2009 und auch vom Sound und den Hooks an vielen Stellen ähnlich wie das Pendulum Debut von 2005, nur elektronischer. Letztes Jahr hätte man sich noch an den Kopf gefasst ob der Entscheidung das Album ein Jahr später rauszubringen, aber er schien wohl geahnt zu haben, dass dieses Jahr eines der stärksten des Genres werden würde und sein Album so gut ins hier und jetzt passt wie selten eines. Zu diesem Soundtrack macht das Lesen der einen oder andere feuilletonistischen Parallelwelt noch mehr Spaß, in der von einer Stasis die Rede ist, von der sich DnB bis heute nicht erholt hätte oder von einem weiteren Niedergang eines bereits gestorbenem Genres. Wer das Gegenteil hören will, braucht nur hier anzufangen. Darum braucht Ihr dieses Album - JETZT SOFORT!
Und zum offensichtlichen Scheitern des Rezensenten gehören auch seine offensichtlichen Anspieltipps:
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Hört, hört!